Teil 2: Becker steigt ins Geschäft ein & UKW kommt

Blaupunkt hatte 1932 mit dem „AS 5“ den Grundstein für die nicht mehr aufzuhaltende Entwicklung des Autoradios in Deutschland und Europa gesetzt. Waren Ende der 30er Jahre mit Blaupunkt, Körting, Lorenz, Mende, Philips und Telefunken sechs Hersteller für Autoradios auf dem Markt, sollte sich das Bild bald ändern. Max Egon Becker hieß der Mann, der mit seinem gleichnamigen Unternehmen Ende der 40er Jahre auf der Bildfläche erscheinen sollte – und fortan Blaupunkts ärgster Konkurrent werden sollte.

Die Geschichte dazu ist folgende: Becker war seit seinem 13. Lebensjahr ein begeisterter und dazu noch begabter Tüftler gewesen. Nach dem Krieg reparierte er zunächst zahllose Radios, bevor er sich selbst daran machte, eines zu entwickeln. „Autophon“ hieß das Modell, das Sylvester 1948 als erstes Autoradio von Becker Geburtstag feiern durfte. Nach einigen Verbesserungen gewann Becker spätestens ein Jahr später mit dem „AS 49“ die Sympathien der Autoradio-Liebhaber. Es gab zwischenzeitlich nur ein Problem: Becker hatte lediglich dieses eine Gerät und keinerlei Mittel, um es in Serienproduktion zu geben. Ein allseits bekannter Kunde namens Mercedes-Benz ermöglichte ihm glücklicherweise mit einem Vorschuss die Produktion des „AS 49“ – und damit einen wichtigen Schritt in der Geschichte des Unternehmens.

Blaupunkt AS5 Quelle: harvardbusinessmanager.de – © Koenigs-Klassik-Radios

Doch damit nicht genug der Neuerungen. Beckers Konkurrent und Pionier Blaupunkt sorgte 1952 für eine Innovation mit dem ersten Autoradio mit Ultrakurzwelle (UKW). Die Klangqualität stieg enorm und nahe Sender konnten nun endlich störungsfrei empfangen werden. Mit der ermöglichten Übertragung mit UKW war Blaupunkt ein Highlight gelungen, das übrigens bis heute Bestand hat und genutzt wird.

Auch Konkurrent Becker ließ nicht lange auf weitere Überraschungen warten und präsentierte 1953 ein ganz besonderes Modell: Das „Becker-Mexiko“, ein Klassiker unter den Autoradios. Was das „Mexiko“ so besonders machte, war, dass es als weltweit erstes Autoradio über einen automatischen Sendersuchlauf verfügte. Die Bedeutung dieses Modells zeigt sich auch darin, dass das „Becker-Mexiko“ inzwischen wieder erhältlich ist – im Retro-Look und mit ein paar technischen „Updates“.

Die Einführung des „Becker-Mexiko“ sollte für das Unternehmen von Max Egon Becker ein riesiger Erfolg werden. Aber auch so nahm die Zahl der Autos auf Deutschlands Straßen durch das Wirtschaftswunder ab den 50ern deutlich zu. Zugleich verbreiteten sich auch die Autoradios rasch, sodass zu diesem Zeitpunkt schon rund 40 Prozent der Autos über ein Autoradio verfügten. Dies ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den Anfängen in den 30ern, wo Autoradios nur den Reichen vorbehalten waren. Wie der Aufstieg des Autoradios weitergehen sollte, erfahren Sie im nächsten Teil unserer Serie.

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