Teil 3: Der Kassettenrekorder kommt

Die 60er Jahre sollten aus Sicht des Autoradio-Liebhabers maßgeblich mit von Hersteller Philips geprägt werden: Hatte man schon Ende der 50er mit dem ersten Plattenspieler fürs Auto („Auto-Mignon“) für Aufsehen gesorgt, sollte sich der Trubel um das Unternehmen bald noch vergrößern. Der Grund: Philips brachte Ende der 60er Jahre die ersten Autoradios mit eingebautem Kassettenlaufwerk auf den Markt. Dies war ein großer Entwicklungsschritt und zudem eine logische Weiterentwicklung des „Auto-Mignon“-Plattenspielers. Jener hatte nämlich immer wieder auf Erschütterungen reagiert, was dem Hörvergnügen beim Fahren natürlich nicht gerade entgegenkam.

Zugleich bedeutete die Einführung von Autoradios mit Kassettenrekorder auch, dass die Hörer ihr Programm fortan selbst bestimmen durften: Waren bisher alle Autofahrer auf das Radio mit seinen Programmen angewiesen, konnte man nun selbst Kassetten einlegen und die Wunschmusik zum Autofahren auflegen – ein wichtiger Schritt.

Kassettenrekorder Quelle: delcampe.net

Doch auch die Konkurrenten Blaupunkt und Becker blieben nicht untätig. Der erste Becker mit eingebautem Kassettenspieler war der „Mexiko Olympia Stereo“. Hersteller Blaupunkt hatte 1967 mit dem „Blaupunkt Frankfurt“ sogar das erste Stereo-Radio weltweit vorgestellt. Bereits 1963 war die erste Version des „Blaupunkt Frankfurt“ auf den Markt gekommen – ein Modell, das jedem Oldtimer-Liebhaber bekannt ist. Das besondere daran war, dass das Radio nur mit Transistoren bestückt war. Generell wichen die bis dato verwendeten Röhren zu dieser Zeit immer mehr den vorteilhafteren Transistoren. Auch war es inzwischen möglich geworden, herausziehbare Autoradios zu bauen. Dies war zum einen natürlich eine Sicherheitsmaßnahme, zum anderen war es aber auch ganz praktisch, das Autoradio beispielsweise mit zum Strand nehmen zu können.

Die stete Weiterentwicklung des Autoradios hatte bei aller Fortschrittlichkeit jedoch zugleich auch eine – zumindest für manche Liebhaber – unschöne Schattenseite: Die Individualität und der Charme, welcher die ersten Modelle noch so durchzog, verschwand langsam aufgrund der immer größeren Produktionszahlen und Modelltypen. 1972 wurden in Deutschland nämlich schon rund 2,5 Millionen Autoradios gebaut. Heute sind gerade diese alten Modelle bei Oldtimer-Fans und auf Flohmärkten äußerst begehrt und beliebt. Besonders die Blaupunkt-Reihen mit Städtenamen, wie das „Blaupunkt Frankfurt“, sind Liebhabern noch ein Begriff. Was die nächsten Jahre an Neuerungen bringen sollten, verraten wir von auto-radio-code.com Ihnen in Teil 4 unserer Reihe.

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